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Ortsteile von Jagstzell

Ortsteile Jagstzell

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1Jagstzell
2 Dankoltsweiler
3 Buchmühle
4 Bühlhof
5 Dankoltsweiler Sägmühle
6 Dietrichsweiler
7 Eichenrain
8 Eulenmühle
9 Finkenberg
10 Finkenhaus
11 Grünberg
12 Hahnenmühle
13 Hegenberg
14 Kellerhof
15 Keuerstadt
16 Kreuthof
17 Neumühle
18 Orrot
19 Ratzensägmühle
20 Renneckermühle
21 Riegelhof
22 Riegersheim
23 Ropfershof
24 Rot
25 Rotbachsägmühle
26 Rothof
27 Schweighausen
28 Spielegert
29 Haus Walser
   (Crailsheimer-Str. 41)
30 Winterberg

Postleitzahlen im Gemeindegebiet:

73489 - Jagstzell, Dankoltsweiler, Bühlhof, Dankoltsweiler-Sägmühle, Dietrichsweiler, Eichenrain, Grünberg, Hegenberg, Kellerhof, Kreuthof, Orrot, Renneckermühle, Riegelhof, Ropfershof, Rot, Rotbachsägmühle, Rothof, Schweighausen, Spielegert, Haus Walser, Winterberg

74579 - Buchmühle, Finkenberg, Finkenhaus, Hahnenmühle, Neumühle, Ratzensägmühle
74597 - Riegersheim, Eulenmühle

Telefonvorwahlen im Gemeindegebiet:

07967 - Jagstzell und die oben aufgeführten Teilorte, außer Buchmühle, Finkenberg, Neumühle, Ratzensägmühle
07962 - Buchmühle, Finkenberg, Neumühle, Ratzensägmühle

Blick auf Jagstzell

Ehrenbürger der Gemeinde Jagstzell

Drei Jagstzeller Bürger wurden vom Jagstzeller Gemeinderat seit 1928 zu Ehrenbürgern ernannt:  

Pfarrer Josef August Ohrenberger (1877-1971)

Ehrenbürger Pfarrer Ohrenberger
Pfarrer Ohrenberger

Pfarrer Josef August Ohrenberger wurde am 20. Mai 1877 in Westernhausen (bei Künzelsau) geboren und empfing am 22. Juli 1903 die Priesterweihe durch Bischof Paul Wilhelm von Keppler. Als junger Vikar und Kaplaneiverweserkam er auf den verschiedensten Stellen durch die ganze Diözese Rottenburg, so auch 1905-1908 als Präfekt an das Ellwanger Borromäum. Von 1912 bis 1937 war er Pfarrer in Jagstzell. Hier hat er in dieser Zeit überaus segensreich gewirkt. Er war unablässig bestrebt, den guten Geist in der Gemeinde zu erhalten. Es wurde ihm hoch angerechnet, dass er in der schweren Zeit des Ersten Weltkriegs die Kriegsnöte tatkräftig zu lindern mithalf.

Gleich zu Beginn seines Wirkens in Jagstzell hat er sehr schnell erkannt, in welchen Bereichen aktives Handeln notwendig war. Er hat deshalb sehr umsichtig und weitblickend Initiativen auf verschiedenen Gebieten ergriffen. Neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit hat der Geistliche auch andere Aufgaben in seiner Pfarrgemeinde tatkräftig angepackt und durchgeführt. Bereits wenige Wochen nach seiner Amtsübernahme ging er ans Werk, die Erweiterung der für die angewachsene Seelenzahl zu klein gewordenen Pfarrkirche zielstrebig zu organisieren. Diese Vergrößerung der Kirche, die Aufstockung der Sakristei und die gründliche Renovation des Innenraumes fanden einen würdigen Abschluss im Dezember 1913 durch die Weihe einer neuen Orgel. Schon im folgenden Jahr fasste er den Plan, die St.-Barbara-Kapelle in Dankoltsweiler,den Bedürfnissen entsprechend,zu sanieren und zu vergrößern.Auch dieses Werk bedeutet, nach den seinerzeitigen Umständen, eine große Leistung. In den schweren Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg erreichte er, dass im Jahr 1919 eine Schwesternstation mit Kindergarten errichtet wurde, eine wohltätige Einrichtung für die ganze Gemeinde.

Aus Anlass des 25-jährigen Priesterjubiläums hat der Gemeinderat am 12. Juli 1928 beschlossen, Pfarrer Ohrenberger „in dankbarer Würdigung der während seines langjährigen segensreichen Wirkens in hiesiger Gemeinde, der Kirche, Schule und seinen Pfarrkindern, erwiesenen Wohltaten das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Jagstzell zu verleihen."

Bittere Enttäuschungen blieben dem Geistlichen jedoch nicht erspart. Als er in seinen Predigten öffentlich gegen den Nationalsozialismus Stellung genommen hat, wurde er von der Partei schwer angegriffen. Ihre Vertreter haben sogar einen Beschluss des Gemeinderats (19.7.1934) durchgesetzt, beim Bischöflichen Ordinariat und beim Kultusministerium seine Versetzung zu beantragen.

Nach 25-jähriger Tätigkeit verließ dann Pfarrer Ohrenberger Jagstzell und wurde von 1937 bis 1954 Pfarrer von Sulmingen im Dekanat Biberach. Als er am 26. Juli 1953 sein Goldenes Priesterjubiläum feierte, nahm eine Abordnung des Gemeinderats zusammen mit dem Bürgermeister an der Feier in Sulmingen teil.
Nach 51 Jahren Dienstzeit ging dann Pfarrer Ohrenberger 1954 in den wohlverdienten Ruhestand nach Ellwangen. Am 29.März 1971 verstarb er hier mit 94 Jahren als damals ältester Priester der Diözese.

Oberlehrer Franz Fischer (1877-1964)

Ehrenbürger Oberlehrer Fischer
Oberlehrer Fischer

Oberlehrer Franz Fischer, 1877 in Steinbach-Wernau geboren, wirkte 40 Jahre als Lehrer in Dankoltsweiler. Der überaus fähige und erfahrene Schulmann hat einer ganzen Generation von Einwohnern des Ortes wertvolles geistiges Rüstzeug mit auf den Lebensweg gegeben. Darüberhinaus hat er seine Kräfte und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens zur Verfügung gestellt.

Er war Chorleiter des Gesangvereins Dankoltsweiler von dessen Gründung an im Jahre 1924 bis 1954.
Ein großes Verdienst hat er sich weiterhin um die Kirchengemeinde Jagstzell erworben, der er jederzeit seine Dienste als Dirigent und Organist bis in sein hohes Alter bereitwilligst zur Verfügung gestellt hat.
Mit der Geschichte von Dankoltsweiler eng vertraut, hat er nach Ende des Zweiten Weltkriegs eine „Kriegs-Chronik von Dankoltsweiler" verfasst, in der das Geschehen der letzten Kriegstage in und um Dankoltsweiler sehr detailreich geschildert wird. Es gibt nur wenige Orte unseres Raumes, für die das Geschehen jener ereignisreichen Tage schriftlich festgehalten und so für die Zukunft überliefert ist.

In Anerkennung dieser seiner großen Verdienste hat der Gemeinderat von Jagstzell Franz Fischer zu seinem 70. Geburtstag am 7. Oktober 1947 das Ehrenbürgerrecht verliehen. Der Name „Franz-Fischer-Weg" in Dankoltsweiler hält die Erinnerung an ihn auch für die künftigen Generationen lebendig.

Pfarrer Konrad Schmucker (1907-1974)

Ehrenbürger Pfarrer Schmucker
Pfarrer Schmucker

Pfarrer Konrad Schmucker stammt aus Dintenhofen bei Ehingen, wo er am 19. November 1907 geboren wurde. Nach seiner Priesterweihe im Jahre 1932 war er als Vikar bzw. Pfarrverweser in Ludwigsburg, Stuttgart (St.Georg) und Vaihingen tätig, bis er die Pfarrei Jagstzell übernahm, zunächst 1937 als Pfarrverweser, 1939 als Pfarrer.

Unermüdlich und selbstlos wirkte er in der ihm anvertrauten Gemeinde. Mit viel Liebe war er in der Jugendarbeit tätig. Als nach dem Kriege katholische Organisationen rechtlich wieder erlaubt waren, gründete er die Kolpingsfamilie und war ihr stets ein treuer und hilfsbereiter Präses.

Pfarrer Schmucker war von einer tiefen und echten Marienliebe und -Verehrung durchdrungen. Gerne allein, aber auch mit Gruppen aus der Gemeinde, pilgerte er zum Schönenberg, nach Altötting, nach Maria Einsiedeln.

Sein besonderes Interesse galt dem Gotteshaus zum hl.Vitus. Von 1947 an ließ er durch verschiedene Maßnahmen das Äußere und Innere der Kirche instand setzen und renovieren und in den 60er-Jahren das Innere um- und teilweise neu ausgestalten. Als diese umfassende Innenrenovation 1969 abgeschlossen war, urteilt die Jahreschronik: „Die Kirche ist nun eine der schönsten Barockkirchen weit und breit, weil sie reich, aber nicht üppig geschmückt ist, da Farben und Formen zusammenklingen, fast jedes Detail künstlerischen Wert hat"

Doch ging es Pfarrer Schmucker bei seiner Sorge um das Gotteshaus nicht nur um technische Notwendigkeiten. Er hatte die Kirche in sein Herz geschlossen. Jeder Stein, jedes Bild, jedes Symbol des Gotteshauses lebten in ihm. So versuchte er einige Jahre hindurch, in Predigten das Gotteshaus zu erklären, die reiche Symbolik aufzuschlüsseln und allen in der Gemeinde die Liebe zum Gotteshaus tief ins Herz zu legen.

Neben der Restauration der Kirche sind vor allem der Neubau des Schwesternhauses und des Kindergartens sein Verdienst. Anlässlich seines 40-jährigen Priesterjubiläums hat der Gemeinderat im März 1972 Pfarrer Schmucker „in dankbarer Würdigung der während seines 25-jährigen segensreichen Wirkens in hiesiger Gemeinde seinen Pfarrkindern erwiesenen Wohltaten, und für die hervorragenden Leistungen an kirchlichen Bauten, das Ehrenbürgerrecht in der Gemeinde Jagstzell verliehen. Herr Pfarrer Schmucker hat sich um Jagstzell besonders verdient gemacht."

Am 16. Mai 1973 verließ Pfarrer Schmucker Jagstzell, um seinen Ruhestand in Ehingen zu verbringen. Zur Verabschiedung von seiner langjährigen Wirkungsstätte ließ Pfarrer Schmucker ein mit seinem Foto geschmücktes, mehrseitiges Gedenkbildchen drucken. Es enthält von ihm verfasste dichterische Texte, die sich auf St. Vitus, Jagstzell, und Dankoltsweiler beziehen, so ein Vitus-Gedicht, Vitus-Lieder und eine Litanei zum hl. Vitus, dessen Anrufungen den Vitus-Darstellungen der Jagstzeller Pfarrkirche folgen. Im „Jagstzeller Lied" empfiehlt er seine ehemalige Gemeinde dem Schutze Gottes: „Gott halte segnend seine Hand hin über euer Haus und Land! Er segne euern Fleiß und Müh'! Sein Geist verlass euch nie!"

So wie er in seinem Leben nie seine Person in den Vordergrund stellte und still und bescheiden seine priesterlichen Aufgaben in der Gemeinde mit ganzer Hingabe erfüllte, so still war auch sein Heimgang. In den Abendstunden des 18. Juli 1974 fand man ihn tot im Krankenzimmer des Krankenhauses in Ehingen. Wie beliebt und verehrt Pfarrer Schmucker in seiner früheren Gemeinde war, zeigt die Tatsache, dass etwa 400 Jagstzeller mit sechs Bussen und vielen Personenwagen zu seiner Beerdigung nach Ehingen gekommen waren. Da er keine Nachrufe am Grabe gewünscht hatte, wurden nur Kränze niedergelegt.

Die Pfarrgemeinde Jagstzell hat ihrem ehemaligen guten Hirten auf ihrem Friedhof eine kleine Gedenk- und Gebetsstätte errichtet.

Träger der Landesehrennadel Baden-Württemberg

Landesehrennadel Baden-Württemberg
Landesehrennadel Baden-Württemberg

Die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg wird Bürgern des Landes verliehen, die sich durch eine mindestens 15 Jahre dauernde ehrenamtliche Tätigkeit in Vereinen und Organisationen mit kulturellen, sportlichen oder sozialen Zielen oder in vergleichbarer Weise um die Gemeinschaft besonders verdient gemacht haben.

Sieben Bürger der Gemeinde Jagstzell wurden bisher mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet:

  • Klemens Wunder
  • Franz Berger
  • Otto Zwerger
  • Siegfried Wunder
  • Sebastian Haas
  • Nikolaus Kurz
  • Franziska Lammel