Hitze und Klima: Jagstzell

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Hier finden Sie Tipps und Empfehlungen zur Vermeidung von Gesundheitsbelastungen bei Hitze

In vielen Kommunen in Deutschland hat die Hitzebelastung bereits spürbar zugenommen. Durch den Klimawandel steigt die Zahl heißer Sommertage und tropischer Nächte an, gleichzeitig treten intensive Hitzewellen immer häufiger auf. Dies stellt eine wachsende Belastung für Menschen dar, denn extreme Hitze kann erhebliche gesundheitliche Folgen haben. Hierzu zählen zum Beispiel Kreislaufbeschwerden, Atemwegsprobleme, Muskelkrämpfe, Erschöpfungs- oder Schwächegefühle sowie eine stärkere Belastung von Herz und Nieren. Besonders gefährdet sind ältere und pflegebedürftige Menschen, Säuglinge und Kleinkinder sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen.

Ab wann kann Hitze gefährlich werden?
Hitze kann ab einer Tagestemperatur von über 30°C bei gleichzeitiger Windstille gefährlich werden. Ebenso wenn die Temperaturen nachts nicht unter 20°C sinken (Tropennächte) oder eine Hitzewelle über mehrere Tage anhält. Außerdem ist bereits ab einem UV-Index von 3 Schutz in Form von Kleidung, Hüten, Sonnenbrillen und Sonnencremes erforderlich. Dieser Wert wird in Deutschland bereits ab März/April erreicht.

Wie können Hitzenotfälle frühzeitig erkannt werden und was ist im Ernstfall zu tun?
Bei Alarmzeichen, wie starken Kopfschmerzen, plötzlicher Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit, wiederholtem heftigem Erbrechen, einer Körpertemperatur von über 40°C oder trockener, heißer Haut muss umgehend Erste Hilfe geleistet und gegebenenfalls der Notruf 112 verständigt werden. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sollten Atmung und Puls der betroffenen Person regelmäßig kontrolliert werden. Bei fehlender Atmung oder fehlenden Lebenszeichen ist unverzüglich mit Wiederbelebungsmaßnahmen (Herzdruckmassage) zu beginnen. Bewusstlose Personen sollten an einen schattigen Ort gebracht und in die stabile Seitenlage gelegt werden. Ist die betroffene Person ansprechbar, sollte ihr Wasser angeboten werden. Zudem können Kopf, Nacken, Arme und Beine mit feuchten Tüchern gekühlt werden. Eine Hochlagerung der Beine kann ebenfalls hilfreich sein.

Wie kann ich mich vor Hitze schützen?

  • Mittagshitze meiden (ca. 11:00 bis 17:00 Uhr) und Aktivitäten auf morgens oder abends verlegen.
  • Babys und Kleinkinder besonders schützen und nicht direkter Sonne aussetzen.
  • Wohnung kühl halten (verschatten, morgens und abends lüften, Ventilator/Klimaanlage nutzen).
  • Viel trinken (ca. 2–3 Liter, kein Alkohol, wenig Zucker und Koffein).
  • Kleine, leichte Mahlzeiten essen.
  • Sonnenschutz nutzen (helle, luftige Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnencreme, Sonnenbrille).
  • Mit Wasser kühlen (feuchte Umschläge, kühle Fußbäder, kühle Dusche).
  • Auf sich und andere achten, vor allem aber auf Kinder und ältere Menschen. Warnzeichen ernst nehmen (Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufprobleme).
  • Bei schweren Symptomen (z. B. Bewusstseinseintrübung, Atemnot, hoher/niedriger Blutdruck) sofort 112 anrufen.
  • Medikamente auf Hitzeverträglichkeit prüfen lassen.
  • Hitzewarnungen beachten und Aktivitäten anpassen.
  • Niemals Menschen oder Tiere in geparkten Fahrzeugen zurücklassen.

Der Geschäftsbereich Gesundheit des Landratsamts Ostalbkreis hat gemeinsam mit einer Projektgruppe die Initiative ergriffen und einen Hitzeaktionsplan für den Ostalbkreis veröffentlicht.

Hitzeaktionsplan - Leitfaden Hitze im Ostalbkreis

Sommerhitze - Was ist zu tun? Informationen für die Bevölkerung
(Sozialministerium / Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg)

Trinkfahrplan für die heißen Tage: Viel Flüssigkeit ist angesagt

Verhaltensempfehlungen bei Hitze (Deutscher Wetterdienst)

Wo finde ich Hitzewarnungen?
Hitzewarnungen können über die Internetseite des Deutschen Wetterdienstes, über das Naturgefahrenportal sowie über Radio und Zeitung oder über die Warn-Apps NINA oder KATWARN abgerufen werden.

Klimaatlas Kompetenzzentrum Klimawandel

FAQ - Häufige Fragen zu Klimawandel und Klimaanpassung