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Ausschreibungen und Zuschlag

Dem Neubau eines modernen Dienstleistungszentrums der Gemeindeverwaltung Jagstzell ging ein langer und intensiver Planungsprozess voraus. In mehreren Gemeinderatssitzungen und Klausurtagungen wurde sowohl über eine Sanierung bzw. Erweiterung des bestehenden Gebäudes als auch über einen Neubau am bisherigen Standort oder an einem alternativen Standort beraten.

Mit einem Kriterienkatalog trat die Gemeinde Jagstzell im März 2023 schließlich in das Ausschreibungsverfahren für die Planung ein. Der Entwurf des Architekturbüros Glück + Partner GmbH aus Stuttgart überzeugte und erhielt einstimmig den Zuschlag für den Rathausneubau.

 

Rathausneubau / Neubau modernes Dienstleistungszentrum - Spatenstich am 28.01.2026

Mit dem feierlichen Spatenstich für das neue Rathaus, ist am Mittwoch, 29. Januar 2026, eines der bedeutendsten Zukunftsprojekte unserer Gemeinde offiziell gestartet. Dieser Tag markiert einen historischen Meilenstein in der Entwicklung unseres Ortes.

Das neue Rathaus steht für eine moderne, barrierefreie und transparente Verwaltung – offen und zugänglich für alle Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig schafft es zeitgemäße, attraktive Arbeitsplätze für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde und trägt damit zu einer zukunftsfähigen Verwaltungsstruktur bei, freute sich Herr Bürgermeister Peukert.

Zu diesem feierlichen Spatenstich begrüßte Bürgermeister Peukert auf der Baustelle, neben den Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung, zahlreiche Gemeinderäte, Architekten, Fachplaner sowie Vertreter der beteiligten Baufirmen. Ebenfalls anwesend waren Herr Mühlbauer von der KE sowie Frau Heike Brucker, Kreisvorsitzende der CDU, die den Landtagsabgeordneten Winfried Mack vertrat.

In seiner Rede blickte Bürgermeister Peukert auf die langen und intensiven Planungsphasen des Rathausneubaus zurück. In mehreren Klausurtagungen und Gemeinderatssitzungen wurde sowohl über den geeignetsten Standort als auch über die bestmögliche bauliche Lösung beraten.

Dabei standen verschiedene Optionen zur Diskussion, darunter ein Neubau auf dem Gelände der „Alten Mälzerei“ oder auf der Bahnrampe. Ebenso wurden Varianten wie die Sanierung des bestehenden Rathauses, eine Sanierung mit Anbau sowie mit einem barrierefreier Verbindungsgang zur „Alten Schule“ geprüft. Schließlich fasste der Gemeinderat den Beschluss, das neue Rathaus wieder am bisherigen Standort in der Jagstzeller Dorfmitte zu errichten – im direkten Umfeld von Kirche, „Rössle“ und „Alter Schule“. Ziel war es, alle zentralen Einrichtungen kompakt beieinander zu bündeln.

Im Anschluss begann das formelle Vergabeverfahren. Gemeinsam mit der KE (Kommunalentwicklung) wurde in zwei Stufen ein VgV-Verfahren durchgeführt. Im März 2023 erfolgte die europaweite Ausschreibung. In der ersten Stufe gingen über 23 Bewerbungen ein, in der zweiten Stufe wurden fünf Büros zur Angebotsabgabe eingeladen. Nach der Sitzung des Bewertungsgremiums am 19. Juli 2023 bestätigte der Gemeinderat am 24. Juli 2023 die Bietergemeinschaft Glück & Partner gemeinsam mit der von K Landschaftsarchitektur GmbH als Sieger des Verfahrens.

Zu den Kosten und Fördermitteln führte Bürgermeister Peukert aus, dass sich die Gesamtkosten für den Rathausneubau einschließlich des Abrisses des alten Rathauses sowie der Neugestaltung der Außenanlagen auf rund 6,34 Millionen Euro belaufen. Aus dem Ausgleichsstock erhielt die Gemeinde Fördermittel in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Weitere 1,1 Millionen Euro stammen aus dem Sanierungsgebiet, ergänzt durch ein zinsvergünstigtes KfW-Darlehen in Höhe von 500.000 Euro. Somit verbleibt ein Eigenanteil der Gemeinde von rund 3,2 Millionen Euro.

Der Bürgermeister dankte ausdrücklich den Fördermittelgebern, ohne deren Unterstützung die Realisierung dieses Jahrhundertprojekts nicht möglich gewesen wäre. Sein Dank galt ebenso dem Verwaltungsteam sowie der Firma Halt, die die Abbrucharbeiten im Dezember äußerst sorgfältig durchgeführt hatte.

Weitere bauliche Details stellte Martin Ritz, Geschäftsführer des Architekturbüros Glück & Partner, vor. Das Untergeschoss sowie das Treppenhaus werden in Betonbauweise ausgeführt, während der übrige Baukörper in Holzkonstruktion entsteht. Die Wärmeversorgung erfolgt über Geothermie. Die vollständige Barrierefreiheit wird durch den Einbau eines Aufzugs gewährleistet.

Frau Heike Brucker, Zweitkandidatin des Landtagsabgeordneten Winfried Mack, lobte den Mut und die Weitsicht des Jagstzeller Gemeinderats. Gemeinderat Stefan Rettenmeier bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten und wünschte einen erfolgreichen sowie unfallfreien Bauverlauf, bevor der offizielle Spatenstich vollzogen wurde.

Bislang wurden die Gewerke wie folgt vergeben:

  • Elektro- und Blitzschutzarbeiten: Firma Elektro Jerg GmbH
  • Aufzugsarbeiten: Firma aufzugjungs GmbH, Esslingen
  • Heizungs- und Sanitärarbeiten: Firma Erhardt + Schwarz GmbH
  • Erdsondenbohrarbeiten: Firma BauGrund Süd – Gesellschaft für Geothermie mbH, Bad Wurzach
  • Lüftungstechnik: Firma ESW Luft- und Klimatechnik GmbH, Ellwangen
  • Rohbauarbeiten: Firma Hans Fuchs, Ellwangen
  • Holzbauarbeiten: Firma Rieg Holzbau, Schwäbisch Gmünd
  • Fensterbauarbeiten: Firma Fensterbau Hauber, Sperrhof

Die Bauzeit wird voraussichtlich rund eineinhalb Jahre betragen.

Pressebericht der Ipf- und Jagst-Zeitung vom 29.01.2026 zum Spatenstich (PDF-Dokument, 823,89 KB, 24.03.2026) (PDF-Dokument, 823,89 KB, 24.03.2026)
Pressebericht der Schwäbischen Post vom 31.01.2026 zum Spatenstich (PDF-Dokument, 319,88 KB, 24.03.2026) (PDF-Dokument, 319,88 KB, 24.03.2026)